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Many Many Women

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Albumtitel: Many Many Women
Komponist: Petr Kotík (Text von Gertrude Stein)
Musiker: Mitglieder des S.E.M. Ensembles und der Ostravská banda
Label: Sub Rosa, SR595
Erscheinungsdatum: 1. Mai 2026
Link: https://subrosalabel.bandcamp.com/album/many-many-women

„Many Many Women“ von Petr Kotík ist eine groß angelegte Vokalkomposition aus den Jahren 1975–78 nach dem Text von Gertrude Steins gleichnamiger Romanerzählung, die 1910 in Paris erschien. Der Text wurde als Teil des Buches „G.M.P. – Gertrude, Matisse, Picasso“ veröffentlicht; 1972 wurde das Buch von Dick Higgins in seinem Verlag Something Else Press neu aufgelegt. Kotík verwendete den vollständigen Text, was die Länge des Stücks bestimmte. Inspiriert durch seine enge Zusammenarbeit mit dem Komponisten und Sänger Julius Eastman begann Kotík 1971 mit der Komposition einer Reihe von Stücken für Gesang, wobei er bereits im allerersten Stück Texte von Gertrude Stein verwendete. „Many Many Women“ (1975–78) ist der Höhepunkt dieser Kompositionsreihe. Es handelt sich um einen durchgehenden Gesang und Instrumentalbegleitung: 2 Sopranistinnen, Countertenor, Tenor, Bassbariton, Bass, 2 Flöten, 2 Trompeten, 2 Posaunen. Zwölf Musiker – Sänger und Instrumentalisten – spielen und singen sechs Stunden lang ohne Unterbrechung (obwohl das Stück auch in einer kürzeren Fassung mit kleinerer Besetzung aufgeführt werden kann). Der poetische Charakter des Textes ruft Assoziationen und Bilder hervor, die zu einer Inszenierung führen können.
Im Juni 2022 präsentierte das Festival „New Opera Days Ostrava“ (NODO) die vollständige (einsätzige, sechsstündige) Aufführung von „Many Many Women“ von Petr Kotík. Anschließend wurde das Stück aufgenommen und auf eine Länge von zwei CDs gekürzt – 142 Minuten Musik.
Der tschechisch-amerikanische Komponist Petr Kotík (seit 1969 in den USA lebend) hat Musik geschaffen, die originell und von bleibendem Wert ist – auch wenn sie beim Publikum oder bei Musikkritikern manchmal umstritten ist. „Many Many Women“ wird seit den späten 1970er Jahren aufgeführt und wurde 1980 aufgenommen (5-LP-Set bei Labor Records). Die Uraufführung fand 1979 in der Albright-Knox Art Gallery in Buffalo, New York, sowie in New York City in der Paula Cooper Gallery und im Whitney Museum of American Art statt.
Petr Kotík ist der heute noch lebende Komponist, der am längsten eng mit John Cage zusammengearbeitet hat (sie arbeiteten von 1964 bis 1992 ununterbrochen zusammen). Zudem wurde ihm 2022 der John-Cage-Preis der Foundation for Contemporary Arts verliehen. Diese Auszeichnung wird an führende Komponisten und Künstler verliehen, die sich mit Klang beschäftigen. Kotík ist der erste in Europa geborene Künstler, der diesen Preis erhalten hat. Bislang haben nur zwanzig weitere Künstler und Komponisten diese Auszeichnung erhalten, darunter Pauline Oliveros, Robert Ashley, Earle Brown, Christian Wolff, Takehisa Kosugi und David Tudor.